UNESCO-Welterbestätten in Italien

Wenn es um UNESCO-Welterbestätten geht, ist Italien die Nummer eins unter den Ländern. Mit 51 Kultur- und Naturdenkmälern und 40 weiteren Orten, die in Betracht gezogen werden, machen die italienischen Welterbestätten über 5% des UNESCO-Weltkulturerbes aus. Von den Dolomiten und historischen Stadtkernen von Florenz und Rom, bis nach Pompeji und der Amalfiküste, sind die italienischen Stätten ideale Reiseziele für alle, die sich für Geschichte, Kunst und Kultur interessieren. Obwohl es äußerst schwierig war, nur einige wenige auszuwählen, haben wir für Sie eine Liste der 10 beliebtesten UNESCO-Stätten in der Bel Paese zusammengestellt!

1) Die Archäologische Stätten in Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata

Im Jahr 79 n. Chr. brach der Vesuv in Süditalien aus und begrub die Umgebung tief unter Schichten von Asche und Gestein. Pompeji war zu dieser Zeit eine Stadt mit 25 000 Einwohnern, die sich gerade von einem Erdbeben erholte. Mit dem Ausbruch des Vulkans wurde auch der Ferienort Herculaneum zerstört, sowie die prächtigen Wandmalereien der Villa Oplontis in Torre Annunziata. Die Stätte wurde im 16. Jahrhundert entdeckt und wurde Mitte des 18. Jahrhunderts der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie bietet einen umfassenden und lebendigen Einblick in einen Teil Italiens Vergangenheit, für die es auf der ganzen Welt keinen Vergleich gibt.

2) Die Stadt Verona

Die historische Stadt Verona wurde bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. gegründet, aber prosperierte erst im 13. und 14. Jahrhundert, unter der Herrschaft der Familie Scaliger. Der Stadtkern besteht aus der römischen Stadt in der Flußschleife, um die herum die Scaliger die Mauern wieder aufgebaut haben. Verona hat eine Vielzahl der Monumente aus der Antike, dem Mittelalter und der Renaissance erhalten und die Stadt steht als ein bemerkenswertes Beispiel einer militärischen Festung. Sie ist zweifellos eine der reichsten Städte, wenn es um römische Ruinen geht. Dazu gehören die Porta Borsari, die Porta Leoni, der Arco dei Gavi, die Ponte Pietra, das römische Theater und die Arena, die zweitgrößte nach der in Rom.

3) Die Amalfiküste

Die Amalfiküste ist ein Gebiet von atemberaubender natürlicher Schönheit und Vielfalt und war seit dem frühen Mittelalter eine beliebte Siedlung. Städte wie Amalfi und Ravello sind mit ihren künstlerischen und architektonischen Werken von großer Bedeutung geworden. Die ländlichen Gebiete an der Küste zeigen die Vielseitigkeit der Bewohner, die die Landnutzung der abwechslungsreichen Natur des Gebiets angepasst haben – von Weinbergen und Obstplantagen im unteren Teil, bis zu weiten, hochgelegenen Weiden. Die Küste selbst scheint wie ein großer Altan zwischen dem kristallblauen Meer und dem Fuß des Lattari-Gebirges. Von der UNESCO aus topographischen und historischen Gründen unter Schutz gestellt, ist die Amalfiküste ein Musterbeispiel einer mediterranen Landschaft.

4) Das historische Zentrum von Florenz

Das antike Florentia ist eine der ersten italienischen UNESCO-Welterbestätten. Die Stadt wurde im Jahr 59 v. Chr. gegründet und führte von Anfang an in der italienischen und europäischen Geschichte. Eine Zeit lang die Hauptstadt Italiens, brachte die Stadt im 13. Jahrhundert wesentliche Kunst- und Literaturfiguren hervor, von Petrarca und Boccaccio bis Michelangelo und Leonardo da Vinci. Das historische Zentrum von Florenz, umgeben von mittelalterlichen Mauern, die während der Zeit seiner wirtschaftlichen und kommerziellen Macht erbaut wurden, ist ein lebendiges Museum der europäischen und italienischen Kultur.

5) Venedig und ihre Lagune

Die Stadt Venedig wurde im 5. Jahrhundert gegründet und wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer bedeutenden Seemacht, die sich auf 118 kleine Inseln erstreckte. Die gesamte Stadt ist ein außergewöhnliches architektonisches Meisterwerk, in dem selbst die kleinsten Details von einigen der größten Künstler der Welt wie Tizian, Veronese und Tintoretto stammen. Von Torcello im Norden bis nach Chioggia im Süden, hatte fast jede kleine Insel eine eigene Siedlung und Gemeinde, ein Fischerdorf und ein Handwerkerdorf (Murano). Venedig und Ihre Lagunenlandschaft sind wahrhaftig ein einzigartiges Kulturerbe, das eine untrennbare Einheit von Natur und Architektur darstellt und bis heute als eines der Symbole der italienischen Macht und Exzellenz steht.

6) Die Villa d’Este in Tivoli

Die Villa d’Este, ein Meisterwerk von einem italienischen Garten, umfasst eine beeindruckende Sammlung von Springbrunnen, Nymphen, Grotten, Wasser- und Musikspielen. Daher ist es kein Wunder, dass sie ein oft kopiertes Modell für europäische Gärten im Stil des Manierismus und des Barocks darstellt. Der Garten wird normalerweise im größeren Kontext von Tivoli betrachtet, denn seine Landschaft, Kunst und Geschichte umfassen auch wichtige Ruinen antiker Villen, wie die der Villa Adriana, und einen Bereich mit Höhlen und Wasserfällen, der, dem Anschein nach, den Kampf zwischen Wasser und Stein darstellt. Die Villa d’Este in Tivoli ist, mit ihrem Palast und Garten, eine der bemerkenswertesten und umfassendsten Illustrationen der Renaissance-Kultur in ihrer raffiniertesten Form.

7) Die Dolomiten

Im Jahr 2009 hat die UNESCO die Dolomiten in ihre Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Bei den Dolomiten handelt es sich um ein komplexes Gebirge, das aus 9 Systemen in 5 italienischen Provinzen und 3 Regionen besteht. Ein Jahr später wurde eine Stiftung mit der Mission gegründet, die effiziente Verwaltung der Stätte sicherzustellen und ihre Entwicklung und Partnerschaften zu fördern. Das Dolomitengebirge umfasst 18 Gipfel, die über 3.000 Meter hoch sind, und bietet eine der schönsten Berglandschaften der Welt. Das Gebiet ist auch eines der besten Beispiele für die Erhaltung von mesozoischen Karbonat-Plattform-Systemen mit Fossilienfunden und ist von großer Bedeutung für die Geomorphologie, die durch Zinnen, Türme, Felswände, Gletscherformationen und Karstsysteme gekennzeichnet ist.

8) Das historische Zentrum von Rom

Das gesamte historische Zentrum Roms innerhalb der Stadtmauern, die aus dem 17. Jahrhundert datieren, sowie die Basilika Sankt Paul vor den Mauern, befinden sich unter dem Schutz der UNESCO. Die Stadt Rom wurde 753 v. Chr. am Ufer des Tiber, von Romulus und Remus gegründet und gilt als die Wiege der europäischen Zivilisation. Das Weltkulturerbe umfasst einige der wichtigsten antiken Monumente, wie die Foren, die Mausoleen von Augustus und Hadrian, das Pantheon, die Trajanssäule und die Säule von Marcus Aurelius, sowie die Gebäude des päpstlichen Roms.

9) Die Piazza del Duomo in Pisa

Die Piazza dei Miracoli oder Platz der Wunder, wie sie auch genannt wird, befindet sich auf einem weitläufigen grünen Feld und beherbergt vier Meisterwerke der majestätischen mittelalterlichen Kunst: den berühmten Schiefen Turm (der Glockenturm), den Camposanto (der Friedhof), Das Baptisterium und die Kathedrale selbst. Die letzten beiden sind so einzigartig, dass ihre Entstehung zu einem neuen Stil geführt hat, der „Pisaner Romanik“. Jedes dieser Bauwerke ist für die Monumentalkunst in Italien vom 11. bis 14. Jahrhundert von großer Bedeutung. Die Schönheit dieses Komplexes geht so weit, dass die Gebäude von der berühmten italienischen Dichters Gabriele D’Annunzio als Pisas „Wunder der Architektur“ bezeichnet wird.

10) Botanischer Garten in Padua

Dies ist nicht nur ein atemberaubender Garten in Padua, sondern auch der erste botanische Garten der Welt, gegründet im Jahr 1545. Er hat seinen ursprünglichen Grundriss beibehalten, der aus einem kreisförmigen zentralen Grundstück besteht, das die Welt symbolisiert, umgeben von Wasser. Weitere Elemente wurden später hinzugefügt, darunter dekorative Eingänge und Balustraden sowie Pumpanlagen und Gewächshäuser. Der Botanische Garten von Padua beherbergt zwei wichtige Sammlungen: die Bibliothek hält mehr als 50.000 Bände und Handschriften von historischer und bibliographischer Bedeutung und das Herbarium ist mit seiner Sammlung das zweitgrößte in Italien. Es dient immer noch seinem ursprünglichen Zweck als ein Zentrum für wissenschaftliche Forschung.

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